Biomülltonne bei Frost

Die ersten Nächte mit Frost machen sich auch bei der Durchführung der Biomüllabfuhr bemerkbar, denn die nassen Bioabfälle frieren leicht im Müllbehälter fest. Häufig sind es nasses Herbstlaub oder andere feuchte Abfälle, die schon bei geringem Frost an den Behälterwänden anfrieren. Besonders im verdichteten Zustand der feuchten Abfälle wird eine Leerung fast unmöglich. Obwohl der Müllbehälter im Rahmen der Leerung dreimal über Kopf gegen den Behälteranschlag gerüttelt wird, passiert es, dass die Biomüllbehälter nicht vollständig entleert werden können.

Der Behälter und deren Inhalt muss grundsätzlich durch den Anschlussnehmer schüttfähig zum Leeren bereitgestellt werden. Ein gegen Frost geschützter Standplatz des Behälter ist daher vorteilhaft. Beim Befüllen mit feuchtem Laub oder anderen feuchten Abfällen aus der Küche sollte daher vor dem Bereitstellen der Biomülltonne kontrolliert werden, ob der Inhalt angefroren ist. Mit einem Spaten können die vereisten Abfälle von der Innenwand gelöst werden, damit der Tonneninhalt wieder selbsttätig im Rahmen der Schüttung herausgleiten kann.

Zusätzliche Papierlagen am Boden und an den Wänden der Tonne können ggf. auch Abhilfe schaffen. Feuchte Abfälle aus der Küche sollten generell zum Binden der Feuchtigkeit mit Zeitungspapier eingewickelt werden. Abfalltüten aus Kunststoff sowie biologisch abbaubare Beutel zur Reinhaltung des Vorsortiergefäßes gehören grundsätzlich nicht in die Biomülltonne.tel

Konnte trotz dieser Maßnahmen der Behälter nur teilweise entleert werden, besteht kein Anspruch auf eine Nachentleerung. Kommt es dadurch zu Entsorgungsengpässen, besteht vom 01.11. bis zum 30.03. die Möglichkeit einen gebührenpflichtigen Biomüllsack (90 l – 2,00 Euro) im Rahmen der nächsten Biomüllentsorgung neben den Behälter zu stellen.